Gold begleitet die Menschheit seit Jahrtausenden als Schmuck, Zahlungsmittel und Wertspeicher. Seine Eigenschaften erklären warum: Es ist selten, unzerstörbar (es korrodiert nicht), beliebig teilbar und weltweit anerkannt.
Anders als Papiergeld lässt sich Gold nicht beliebig vermehren: Die jährliche Minenförderung liegt bei grob 3.000–3.600 Tonnen und erhöht den gesamten jemals geförderten Bestand (über 200.000 Tonnen) nur um wenige Prozent.
Für Anleger wichtig zu wissen:
- Keine laufenden Erträge: Gold zahlt weder Zinsen noch Dividenden. Sein „Ertrag“ ist allein die mögliche Preisentwicklung.
- Preis in US-Dollar: Gold wird international in USD gehandelt. Für Euro-Anleger wirkt der Wechselkurs zusätzlich auf den Preis.
- Kein Gegenparteirisiko: Physisches Gold im eigenen Eigentum hängt an keinem Zahlungsversprechen Dritter – ein Alleinstellungsmerkmal unter den Anlageklassen.
- Schwankungen: Auch Gold kann über Jahre fallen; nach dem Hoch 1980 dauerte es Jahrzehnte bis zu neuen (nominalen) Höchstständen.
Die wichtigsten Preistreiber sind Realzinsen (steigen sie, wird zinsloses Gold relativ unattraktiver), der US-Dollar, Zentralbankkäufe und -verkäufe sowie Krisen- und Inflationserwartungen. Die Nachfrage verteilt sich grob auf Schmuck, Investment (Barren, Münzen, ETCs), Zentralbanken und Industrie – die Gewichte verschieben sich von Jahr zu Jahr.
Kurzfristige Goldpreisprognosen haben historisch eine schlechte Trefferquote; wer Gold hält, tut dies sinnvollerweise mit langem Horizont und als Teil einer Streuung, nicht als Spekulation.
Gold verspricht nichts – genau darin liegt seine Stärke und seine Grenze.
Drei Fragen zur Selbstprüfung. Wählen Sie eine Antwort – die Erklärung erscheint sofort.
01Welche laufenden Erträge erwirtschaftet physisches Gold?
02In welcher Währung wird Gold international gehandelt?
03Was ist ein Alleinstellungsmerkmal von physischem Gold im Eigenbesitz?